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Buchbesprechung Schulte (2019)

3 Apr

Schulte 2019

Buchbesprechung von Dr. Rainer Lenz, Frankfurt/Main

Schulte, Thomas (2019), Die unschlagbare Organisation, Schäfer-Poeschel Verlag, Stuttgart

Berufs-Coach Thomas Schulte hat mit „Die unschlagbare Organisation“ sein viertes Buch seit 2010 veröffentlicht. Gern komme ich dem Wunsch des Autors nach, eine kleine Buchbesprechung zu verfassen. Die Lektüre des Buches hat meine jüngste interkontinentale Geschäftsreise spürbar kurzweiliger gestaltet. Danke dafür Herr Schulte!

Herr Schulte ist ein Coach aus der unternehmerischen Praxis und er schreibt für die Praxis. Ihn umtreibt das Thema der Führung und der effektiven Zusammenarbeit in „High-Performance-Organisation“. Wenn andere Autoren wie Heidbrink/Jenewein (2011) bei ihrem gleichnamigen und vielbeachteten Buch über das Ideal der maximal ausgeprägten transformationalen Kultur gepaart mit einer moderat transaktionalen Kultur sprechen (bezugnehmend auf Bass und Avolio (1993)), dann klingt das bei Schulte bodenständiger und einfacher. Er spricht von WAS und WIE, von Gemeinschaftsaufgaben und nutzt gern das Bild des Mannschaftssportes als Metapher. Sport-Aphorismen können viel Wahrheit und Weisheit enthalten. Unschlagbarkeit (den Buchtitel mögen manche Leser/innen ggf. als etwas zu reißerisch wahrnehmen) versteht er dabei als die (gesunde) Balance von WAS und WIE. Schulte ist originell und nutzt eigene (z.T. dramatische) Bilder. Stets aufmerksam für und bemüht um verhaltensändernde „Aha-Erlebnisse“, will Schulte Mannschaften und einzelnen Spieler/Innen dabei helfen, zu überleben und erfolgreich zu leben, den optimalen Wachstumspfad zu finden zwischen „Death March“ / „Tod durch Erschöpfung“ (Zuviel WAS) und „Wohlfühloase“ / „Tod durch Verhungern“ (Zuviel WIE). Schulte ist überzeugt von der besonderen Kraft der Aha-Erlebnisse, nachhaltige (positive) Veränderungen auszulösen. Wirkliches Zuhören ist für ihn dabei essentiell. Kommunikationswissenschaftler (u.a. Schulz von Thun, 4-Ohren-Modell) wissen um die Herausforderung dabei. Über 20 Jahre als Coach in der Praxis bieten Schulte mannigfaltige Möglichkeiten, seine Kunst des Zuhörens weiter zu entwickeln. Darauf kommt’s in der Praxis an. Ohne wirkliches Zuhören, kein wirksames Coaching. Echtes Interesse und wohlwollende Neugierde helfen, um auch zwischen den Zeilen zu sehen und um die relevanten Muster zu erkennen. Sein Betrachtungsfeld, sein Handwerkszeug zur Zielerreichung (erwünschte Resultate) sind dabei die Kerndimensionen Identität, Kompetenzen und Verhalten. Diese Themenfelder sind vielschichtig und regelmäßig eng miteinander verwoben. Lediglich Verhalten ist beobachtbar, viele Facetten bleiben unbewusst und unsichtbar. Coaching will helfen, diese Mechanismen sichtbar/er zu machen. Coaching braucht dazu einen Auftrag. Mannschaften und Spieler/Innen brauchen Ziele und wollen diese erreichen. Schulte artikuliert sich leicht verständlich und nutzt plastische Praxisbeispiele, um das Wechselspiel von Druck, Kontrolle und Regeln einerseits und Interesse, Begeisterung und Fordern andererseits bei der Zielfindung und –Erreichung zu reflektieren. Auch in der modernen Welt (VUCA) profitiert jede Mannschaft (jedes Business) von Standards, von einem wohl ausgewogenen Regelwerk, nicht zu kleinteilig und zu viel, auch nicht zu grobkörnig und zu wenig (s.o., Terminologie der moderat transaktionalen Kultur). Auf das richtige Maß der Standards, die kluge Balance, kommt es an, damit Mannschaften und Menschen Verantwortung übernehmen. Gelingende Selbstführung ist dazu eine Voraussetzung.

Dieses Buch ist sehr lesenswert für Menschen, die andere Menschen führen und/oder von anderen Menschen geführt werden. Auch zur Selbstführung kann dieses Buch hilfreiche Impulse geben. Das Buch ist zudem besonders lesenswert für Coaches, die ihre eigene Praxis reflektieren möchten und eine positive Veränderung der von ihnen betreuten Mannschaft anstreben. Schulte versucht bei seinem Coaching, die eigene Verantwortung zu erkennen und das Zusammenspiel der Mannschaft zu verbessern. Für den Autor „ist Coaching ein Handwerk, eine Kunst und eine Lebenseinstellung“. Dieses Buch bietet Einblicke in sein Handwerkszeug und macht Appetit, seine Kunstfertigkeit in der Praxis zu erleben.

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Offense wins games, defense wins championships

4 Nov

 

offense-defense

Lyons, Sean (2016): Corporate Defense and the Value Preservation Imperative: Bulletproof Your Corporate Defense Program, Taylor & Francis Group, ISBN 978-1-4987-4228-3

https://www.crcpress.com/Corporate-Defense-and-the-Value-Preservation-Imperative-Bulletproof-Your/Lyons/p/book/9781498742283

sean-lyons-2016

Book review by Dr. Rainer Lenz, Frankfurt/Main, www.drrainerlenz.de

Offense wins games, defense wins championships

Sean Lyons published this new book in September 2016. I happily share my token of appreciation by providing a little book review. Sean introduces the terminology of “corporate defense”. His reference to the old sporting aphorism that “offense wins games, defense wins championships” is a helpful analogy. In order to win a football game the team has to score one more goal than the opponent. What seems to make good sense in sports, may work in business, too. Modern play seeks to incorporate offense (value creation) and defense (value protection) in all actors – with complementary roles. Sean is looking for the ideal mix between offense and defense, the “golden mean”, the healthy balance. Moreover, Sean diagnoses a defense deficit in many organizations. With that starting point, Sean views the Three-Lines-Of-Defense-Model (3LoD), the current paradigm, as part of the problem, not part of the solution. I fully concur with that. Viewing, for example, the genesis of major banks, the Deutsche Bank in Germany or Wells Fargo in the US may serve as prominent case studies, using that model, it seems that this model may have promoted a misleading sense of security. The model exclusively talks about defense. The model seems to ignore the human factor. The model seems to be an undue simplification. Consequently, the 3LoD-Model is not relevant in many organizations outside the banking sector. Time is ripe to overhaul the 3LoD-Model. I am fully on-board with that ambition. Having diagnosed the shortcomings of the 3LoD-Model, Sean suggests his five lines of corporate defense, (1) the operational line management, (2) tactical oversight functions, (3) independent internal assurance, (4) executive management, and (5) the board. Similarly, the draft King IV report on Corporate Governance for South Africa expands the 3LoD-Model to five lines of assurance. Sean offers a detailed roadmap to put such a system in place. That deserves much credit. The approach suggested may be perceived as theoretical in parts, it may be too complex for many, and it may only be relevant for very big organizations. I personally doubt that adding more lines of defense per se will be the best solution to address the fast evolving risk universe organizations are facing. Sean also acknowledges that consideration and advocates an integrated perspective, integrated thinking at the end of his book; rightfully so. I see the main value of Sean’s book in detailing the various elements of “corporate defense” (e.g. governance, risk, compliance, intelligence, security, resilience, controls, and assurance) and in demanding an integrated approach, also including the offense side of the corporate agenda in order to strengthen corporate governance. In doing so, Sean’s book may become a stepping stone for corporations introducing the role of a “Chief Governance Officer”. That role, however, may then compete in a way with the CEO, the Chief Executive Officer. Or, how do we have to think about that? I am curious to learn about companies that have put the “Corporate Defense Management and the Value Preservation Imperative” in place effectively. I am positive there is more interesting work forthcoming from Sean. And, I am keen on reading it.

Buchbesprechung Puhani (2015)

30 Apr

Puhani_Lenz in ZIR 03.15, S. 140

Buchbesprechung von Dr. Rainer Lenz, Frankfurt/Main, http://www.drrainerlenz.de

Puhani, Silvia (2015): Erfolgreiche Prüfungsprozesse in der Internen Revision, Konzepte – Kommunikation – Konfliktmanagement, Erich Schmidt Verlag, Berlin, ISBN 978 3 503 15717 4

Frau Puhanis Buch ist aus der Mitarbeiter-Perspektive geschrieben, aus der Revisionspraxis für die Revisionspraxis. Ihr Buch thematisiert eine fundamentale Herausforderung der Revisionspraxis: erfolgreiche Revisionstätigkeit in schwierigen Kontexten. Konfliktmanagement ist Kerngeschäft für jede Revisionsfunktion, die konkreten Herausforderungen unterscheiden sich dabei von Kontext zu Kontext. Kontextbedingungen, Organisationskultur und -spezifika sind verschieden von Unternehmen zu Unternehmen und können die Arbeit der Revision erleichtern oder erschweren, behindern oder gar verhindern. Die Revisionspraxis ist sehr heterogen, es gibt sowohl vom Management respektierte, umsetzungsstarke Revisionsfunktionen, als auch marginalisierte, umsetzungsschwache Revisionsfunktionen.

Das Buch ist klar entlang des Prüfungsprozesses strukturiert. Anhand der fünf Phasen „Vor Prüfungsbeginn“, „Vor-Ort Phase“, „Abstimmung“, „Berichterstattung“ und „Follow-up“ werden praktische Verhaltensempfehlungen präsentiert. Die zentrale Frage, die Frau Puhani umtreibt, ist, wie gelingt Revisionsarbeit, primär Prüfungsleistungen, in besonders herausfordernden Kontexten und Situationen – grundsätzlich ohne formale Autorität. Es gibt Möglichkeiten, die Revisoren/Innen gestalten und nutzen können, das ist die Mut machende Botschaft Ihrer Arbeit. Als „Rettungsring“ in kritischen Momenten und Schlüssel zum Erfolg sieht sie dabei in erster Linie gelungene Kommunikation und intelligentes Navigieren in der komplexen Beziehungsdynamik. Motiviert durch die eigene (Leidens-) Erfahrung als Revisions-Praktikerin, ausgestattet mit einer Ausbildung zur Mediatorin und systemischen Organisationsentwicklerin, reflektiert Sie über eigenes Gelingen und Misslingen. Frau Puhani war und ist als Prüferin in der Bankwirtschaft tätig. Ich kann mir daher vorstellen, dass insbesondere Revisoren/innen in tendenziell eher hierarchisch geprägten Organisationen von diesem Buch profitieren können.

Trotz ihres Plädoyers für Kooperation als Grundstrategie, ist ihre Arbeit reich gefüllt mit Kampfrhetorik. Manche/r Leser/in wird die eine oder andere Empfehlung als oberflächlich, banal, oder auch befremdlich wahrnehmen. Frau Puhani liefert keine Patentrezepte für alle Lebenslagen der Revisionspraxis. Das ist auch nicht der Anspruch. Sie liefert Ihre Lösungsansätze, geboren aus ihrem spezifischen Kontext, die es ihr möglich machten, zunehmend Freude (und Erfolg) bei der Revisionsarbeit zu haben. Ihre Lösungsvorschläge können daher nicht generell stimmig für Andere sein. Der/die dieses Buch für sich nutzen wollende Revisor/in muss für sich selbst klären, welche Lösungsansätze mit der eigenen Persönlichkeit kompatibel sind und im relevanten organisationsspezifischen Kontext passen. Für meine Revisionspraxis sehe ich eine hohe praktische Relevanz für das persönliche Gespräch mit Fachverantwortlichen in allen Phasen des Prüfungsprozesses. Dabei hilft wertschätzende, respektvolle und lösungsorientierte Kommunikation, auch und gerade in Situationen, wenn es schwerfallen mag.

Auf über 300 Seiten beschreibt Frau Puhani Verhaltensmöglichkeiten für Revisoren/Innen in schwierigen Situationen. Ihre Erfahrungen und Handlungsempfehlungen bieten ein umfangreiches Menü an Möglichkeiten und viel Nachdenkenswertes, insbesondere für Revisoren/Innen, die in herausfordernden Kontextbedingungen tätig sind. Ich sehe Frau Puhanis Buch als einen praktischen Ratgeber und auch als Appell, das eigene Verhalten als Revisionspraktiker zu überdenken und sich damit selbstkritisch auseinanderzusetzen. Wenn die Erkenntnis reift, mit sich selbst anzufangen bei gewünschten Veränderungen, dann hat sich die Lektüre gelohnt. Ich bin auf Frau Puhanis nächstes Buch gespannt, dann aus der Perspektive der Revisionsleitung. Ich freue mich darauf.

Buchbesprechung, Zeitschrift für Interne Revision (ZIR 1/14)

31 Jan

Lenz_Hahn 2014 in ZIR 01.14, S.48

Dr. Ulrich Hahn, Genf/Frankfurt a. M.

Rainer Lenz:
Insights into the Effectiveness of Internal Audit: A Multi-method and Multi-perspective Study
Dissertation, Louvain (Louvain School of Management) 2013.

Ohne ISBN; auf der Website der Universität veröffentlicht (http://hdl.handle.net/2078.1/124464)

Beachtung verdient diese bei Gerrit Sarens an der Université catholique de Louvain vorgelegte Dissertation, weil sie theoretische und empirische Methoden fundiert und interessant verknüpft, um zu ergründen, was eine effektive Revisionsfunktion ausmacht.

Da die Daten für einen Teil der Studie bei deutschen Revisionsleitungen und Stakeholdern gewonnen wurden, geben die Ergebnisse auch typische Potentiale und Baustellen heutiger Revisionsfunktionen in D-A-CH wieder.

Die in Form mehrerer Research Papers entstandene Studie enthält dazu eine Untersuchung von möglichen Effektivitätskriterien, eine Darstellung der durch den Berufsstand selbst gesetzten Erwartungen (IIA Standards zu Risikoorientierung, Qualitätssicherung und Berücksichtigung der Stakeholder-Erwartungen), eine Analyse der Lücke zwischen Selbst- und Außenbild und eine Aufzählung möglicher Differenzierungsmerkmale. Daraus abgeleitet sind 14 Unterscheidungsmerkmale, die auf Basis der empirischen Daten weiter beurteilt und zur Darstellung archetypischer Revisionsfunktionen herangezogen werden.

Teil 1 untersucht mögliche Effektivitätskriterien basierend auf DiMaggios Institutionentheorie. Die Ähnlichkeit (Isomorphie) von Institutionen (hier: Revisionsfunktionen) ist durch drei Kräfte bedingt: Zwang, normativen Druck und Imitation. Daraus herleitbar ist, dass sich zwei grundlegende Modelle herausbilden: Entweder eine scheinheilige, dysfunktionale oder eine unternehmerisch-nutzbringende Revision.

In Teil 2 wird anhand der CBOK-Antworten von 782 nordamerikanischen Revisionsfunktionen entwickelt, welche Faktoren positiv mit einer aktiven Rolle für die Corporate Governance der Trägerorganisation korrelieren. Wesentliche, begünstigende Faktoren sind risikoorientierte Planung, ein revisionsinternes Qualitätsmanagement und das Einbeziehen des Prüfungsausschusses in die Revisionsplanung. Daneben haben Börsennotierung, Unternehmensgröße, Anwendung eines IKSModells und Berufsqualifikation der Revisionsleitung einen positiven Einfluss. Die Hypothese, dass sich das Einbeziehen der Führungskräfte positiv auf die Rolle der Revisionsfunktion für die Governance der Revision auswirkt, traf nicht zu; dies steht im Einklang zu den in Teil 1 gemachten Beobachtungen zum nachteiligen Einfluss zu großer Management-Nähe.

Teil 3 analysiert anhand der letzten Finanzkrisen, wieso der Internen Revision beim Bewältigen von Krisensituationen häufig nur eine untergeordnete Bedeutung beigemessen bzw. sogar deren Versagen konstatiert wird. Weiter zeigen empirische Daten eine beträchtliche Divergenz von Eigen- und Fremdbild. Ursache scheint zu sein, dass Revisionen dazu neigen, auf Grund großer Freiheit und damit einhergehend unscharfer Vorgaben oft zu vielen Ansprüchen gerecht werden wollen. Als Lösung zur Aufwertung der Revisionsfunktion sieht der Autor eine klare Fokussierung auf Geschäftsleitung und Überwachungsorgan als Kunden sowie auf eine berufsstands- und erwartungskonforme, proaktive Prüferrolle. Dies hilft, durch enge Beziehung zum operativen Management entstehende Interessenkonflikte und durch beratungsbedingt starke operative Orientierung verursachte Rollenkonflikte zu vermeiden.

In Teil 4 differenziert der Autor mit den bei 46 deutschen Revisionsleitungen gewonnenen Daten, welche Charakteristika mehr oder weniger effektive Revisionsfunktionen beschreiben. Die Charakteristika lassen sich in 4 Dimensionen gliedern: Trägerorganisation, Ressourcen, Prozesse und Stakeholder-Beziehungen. Als Unterscheidungsmerkmale kommen folgende Kriterien in Frage: eine genehmigte Geschäftsordnung,
Entwicklungsperspektiven außerhalb der Revision, Grad der Einbindung von Dienstleistern, Ausbildung und Berufsqualifikation von Prüfern und Revisionsleitung, Risikoorientierung und Technologieeinsatz, das Einbringen von Verbesserungsvorschlägen, Ergebnisbewertung auf Feststellungs- und Berichtsebene, Zugang zu Geschäftsleitung und Überwachungsorgan, deren Beitrag zur Revisionsplanung sowie informelle Kontakte mit der zweiten Führungsebene.

An Fallbeispielen aus deutschen Unternehmen wurden in Teil 5 die Effektivität der Revision bestimmende Faktoren aus Sicht der Stakeholder untersucht. Zur Modellbildung werden Rollentheorie (Kahn et al.) und Gittells Theorie der beziehungsbasierten Koordination zu Grunde gelegt, die organisations-, persönlichkeits- und beziehungsbedingte Faktoren unterscheiden lassen. Ergebnis ist, dass Formalkriterien wie zum Beispiel Berufsexamina auf dieser Ebene keine Rolle spielen: Eine erfolgreiche Revisionsleitung verfügt über Fingerspitzengefühl, verfolgt mit dem Führungskreis übereinstimmend verstandene Organisationsziele und ist auch als Person akzeptiert. Der Autor warnt vor diesem Hintergrund vor zwei typischen Konfliktquellen: 1) zu starke Orientierung an der Zufriedenheit der Peers im Management und 2) auf Grund nicht konkret geäußerter Erwartungen an die Revision eine drohende Bequemlichkeit.

Die Analyse der Wirkungsmechanismen im Spannungsfeld zwischen Revision und Stakeholdern ist für den Praktiker sehr hilfreich, da sie empirisch und konzeptionell fundiert typische und wesentliche Stellschrauben einer Revisionsleitung gründlich beleuchtet. Für den darüber hinaus methodisch und fachlich Interessierten bietet das Werk tiefe Einblicke in den Stand der Forschung, Anwendung des analytischen Instrumentariums sowie weitere, interessante Fragestellungen. Erfreulich sind nicht alle hier mit Nachweis zu Papier gebrachten Erkenntnisse, sie decken sich aber mit den Beobachtungen in der Praxis und machen damit die im Berufsstand bekannten, gut oder nicht gut geeigneten Revisionsmanagement-Ansätze deutlich.

http://www.compliancedigital.de/ce/insights-into-the-effectiveness-of-internal-audit-a-multi-method-and-multi-perspective-study/search/Ulrich+Hahn/target/search/detail.html